Über den Beschäftigungspakt ema 50plus
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Eine Dienstleistung entwickelt sich mit dem Bedarf
Seit 2005 fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales den regionalen Beschäftigungspakt für ältere Langzeitarbeitslose
Unsere Arbeit
Die Jobcenter Stadt Bamberg, Landkreis Bamberg und Forchheim waren von Anfang an dabei, als 2005 durch das Bundesprogramm Perspektive 50plus die Möglichkeit geschaffen wurde, ältere Langzeitarbeitslose in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken. Schnell war klar, dass über 50jährige ähnliche Angebote brauchen wie jüngere Arbeitslose – allerdings werden bestimmte Aspekte stärker beachtet. Bei allen Schritten zur Arbeitsaufnahme kommen Lebenserfahrung und Kompetenzen, die außerhalb der Erwerbsarbeit erworben wurden, eine sehr große Bedeutung zu. Sie liefern bei nahezu allen älteren Arbeitssuchenden wichtige Ansatzpunkte, die hilfreich bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz sind.
Zunächst werden in Profilinggesprächen Ressourcen und Qualifizierungsbedarf erhoben und dann individuelle Angebote (vor allem im technischen und EDV-Bereich) gemacht. Durch zielgruppenangepasstes Bewerbungstraining, welches für fast alle Teilnehmer obligatorisch ist, lernen die Arbeitssuchenden sich optimal zu präsentieren. Umgesetzt wird dieses Angebot durch die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH. Hierdurch können die älteren Arbeitssuchenden von den sehr guten Betriebskontakten des bfz profitieren
Hierdurch sind auch kurze und sehr praxisorientierte Qualifizierungen, die auf dem vorhandenen Wissen aufbauen und den Anschluss an neue Entwicklungen und Technologien herstellen jederzeit möglich
Unser Angebot
ema 50plus passt sich fortwährend an den Bedarf der Teilnehmer an. So gibt es inzwischen wöchentliche Informationstage zu arbeitsplatzbezogenen und übergreifenden Themen und auch die Angebote im Gesundheitsmanagement werden immer weiter ausgebaut. Dabei profitiert der Beschäftigungspakt von seiner dezentralen Struktur, da jeder Standort unterschiedliche Dinge ausprobiert und die Erfahrungen an die Kollegen zurückmeldet. Gemeinsame Kochkurse, Entspannungsübungen oder Fitnesscenter sowie informative Vorträge nutzen die Teilnehmer gerne und regelmäßig.
Seit Januar 2011 steht allen ema 50plus Teilnehmern auch eine psychosoziale Beratung zur Verfügung, in der - parallel zu den Kontakten mit den Vermittlern - eher private Themen besprochen und bearbeitet werden können.
Unsere Standorte
Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Projektangebot in Bamberg und Forchheim, kamen 2008 die Jobcenter Bayreuth Stadt und Bayreuth Land sowie Kulmbach und ab 2010 Erlangen-Höchstadt zu ema 50plus hinzu. An allen Standorten kooperieren die Jobcenter mit dem lokalen bfz.
Unsere Projekte
Die nebenstehende Grafik beschreibt die Projektstruktur des Beschäftigungspaktes ema 50plus.
Das Fundament des Beschäftigungspaktes bildet das Bundesprogramm „Perspektive 50plus“. Es schafft die Rahmenbedingungen, durch welche die individuellen Angebote vor Ort ermöglicht werden.
Auf dem Bundesprogramm baut sich regional der Beschäftigungspakt ema 50plus – als „Individuelles Eingliederungsmanagement für berufserfahrene Arbeitssuchende“ - auf.
Die drei Säulen des regionalen Paktes stellen die Teilprojekte ema (= Teilprojekt 1), Neue Ziele (=Teilprojekt 2) und Impuls (= Teilprojekt 3) dar.
Das erste Teilprojekt ema hat eine individuelle Teilnahmedauer von in der Regel 6 Monaten. Wichtigste Merkmale sind ein enger Kontakt zwischen Arbeitsvermittler und Bewerber, gezielte Vermittlungsvorschläge sowie Unterstützung im Bewerbungsverfahren durch Kurzqualifizierungen und Aktionstage.
Das zweite Teilprojekt Neue Ziele besteht seit 2008 und ist direkt in den Jobcentern verortet. Es hat eine individuelle Teilnahmedauer von in der Regel 12 Monaten. Hintergrund war die Erfahrung, dass marktnahe Kunden sehr schnell wieder in Arbeit integriert werden konnten, die sechsmonatige Projektdauer für Langzeitarbeitslose mit verschiedenen Problemlagen aber zu kurz war. Mit „Neue Ziele“ können diese Personen nun über einen längeren Zeitraum individuell begleitet werden. Dabei wirkt der häufige und fördernde Kontakt so gut, dass nach der längeren Zeit von 12 Monaten eine ebenso hohe Vermittlungsquote wie beim ersten Teilprojekt ema von 50% erreicht werden kann.
Mit Beginn der dritten Programmlaufzeit 2011 kam es noch einmal zu einer spürbaren Erneuerung, da ein drittes Teilprojekt – Impuls – mit in ema 50plus aufgenommen werden konnte. Innerhalb von 24 Monaten bietet es langzeitarbeitslosen Kunden, die vor einer Arbeitsaufnahme einen höheren Entwicklungsbedarf haben, einen festen Ansprechpartner, vielfältige Anregungen und Unterstützung. Und auch hier gibt es bereits erste Erfolge.
Ziel aller Projekte ist das Einmünden der berufserfahrenen Arbeitssuchenden in den ersten Arbeitsmarkt.
Insgesamt ist ema 50plus ein sich stetig entwickelndes Projekt, das immer wieder neue Angebote für die sich verändernde Zielgruppe schafft. Durch eine gezielte, ressourcenorientierten Vermittlung, gute Arbeitgeberkontakte und sehr aktive Teilnehmer finden mehr als die Hälfte der älteren Arbeitnehmer durch ema 50plus wieder einen dauerhaften Arbeitsplatz.